Leasing oder mieten – was lohnt sich?

Leasing: Mieten statt kaufen liegt voll im Trend!

Wer viel besitzt, der genießt auch ein großes Ansehen. Daher strebte der Mensch schon immer danach, Besitz anzuhäufen. Das eigene Haus, ein möglichst großes und exklusives Auto, die Nobeluhr – mit dieser Aufzählung könnten wir fast endlos fortfahren.

Doch halt: Die Zeiten haben sich geändert!
Heute steht für viele, insbesondere junge Menschen der Besitz von Dingen nicht mehr an erster Stelle. Daher hat sich das Leasing zu einer immer beliebteren Finanzierungsalternative entwickelt. Dabei ist Leasing heutzutage für Unternehmen gleichermaßen attraktiv wie für Privatpersonen. Inzwischen kann man fast alles leasen, sei es Autos, Möbel, Maschinen, Elektrogeräte, aber auch verrückte Dinge wie Kleidung, Luxusuhren und vieles mehr. Neue Leasingunternehmen schießen wie Pilze aus dem Boden und die Leasingmodelle werden immer vielfältiger und komplexer.

Doch was ist Leasing überhaupt genau? Und wann macht Leasing Sinn? Wie verhält es sich mit den Steuern, wenn Dinge geleast werden? Fragen über Fragen, von denen wir Ihnen die wichtigsten in diesem Ratgeber leicht verständlich beantworten möchten.

Was ist Leasing?

Leasing ist ein Vertrag zwischen einem Leasinggeber (Leasinggesellschaft) und einem Leasingnehmer (Unternehmen oder Privatperson). Der Leasinggeber überlässt bei diesem Vertrag dem Leasingnehmer das Recht, den Leasinggegenstand für eine bestimmte Zeit zu nutzen. Im Gegenzug verpflichtet sich der Leasingnehmer, dem Leasinggeber für diese Dienstleistung eine zumeist monatliche Leasingrate zu bezahlen. Somit hat Leasing Ähnlichkeiten mit einem konventionellen Mietvertrag. Der Unterschied liegt jedoch darin, dass der Leasingnehmer den Leasinggegenstand nach Vertragsende nicht unbedingt zurück gibt, sondern häufig mit einer Abschlusszahlung erwirbt. Hierdurch geht der Leasinggegenstand endgültig in seinen Besitz über.

Leasing für Unternehmensgründer

Besonders für Unternehmensgründer ist Leasing eine attraktive Alternative zu einem Bankdarlehen. Auch wenn die Leasingraten einen Zinsanteil beinhalten, bringt dem Unternehmer ein Leasingvertrag einige Vorteile. Der Unternehmer kann die für den Start seiner Firma benötigten Investitionen ohne große finanzielle Belastung tätigen.

Bei einem Leasingvertrag ist der Unternehmer nicht dazu verpflichtet, Unternehmensberichte für seine Bank anzufertigen. Somit behält er seine Flexibilität, welche gerade zu Beginn einer Unternehmung ein sehr wichtiger Erfolgsfaktor ist. Zudem kann der Unternehmer am Ende der Leasinglaufzeit das Leasingobjekt günstig erwerben.

Leasing für Privatpersonen

Für Privatpersonen wird Leasing immer attraktiver. Auch wenn für Privatpersonen das Angebot deutlich überschaubarer ist, werden die meisten Wünsche erfüllt. Der meistgeleaste Gegenstand bei Privatpersonen ist das Auto. Hierbei kann jede Person, die eine ausreichende Kreditwürdigkeit besitzt, ein neues Auto fahren, ohne einen teuren und komplizierten Autokredit mit der Bank zu vereinbaren.

Dabei hat der Leasingnehmer zusätzlich den Vorteil, dass die benötigten Wartungen des Autos durch den Leasinggeber übernommen werden. Dieser Vorteil macht das Leasing unterm Strich meist günstiger als einen konventionellen Kredit.finanzierung oder leasing

Was kann man leasen?

Es gibt viele Möglichkeiten, Gegenstände zu leasen. Fangen wir einmal mit der Büroausstattung an. Hier können Sie PCs, Laptops, Notebooks und die verschiedensten Drucker leasen. Das hat für Sie den Vorteil, dass Sie nicht die Gesamtkosten für die Büroausstattung zahlen müssen, sondern nur die Leasinggebühren tragen.

Generell gilt beim Leasing: Sind die Geräte defekt, müssen Sie den Defekt bei der Firma melden, die mit Ihnen die Leasing-Vereinbarung getroffen hat. Um alles andere kümmert diese sich dann. Die Kosten der Reparatur muss die Firma ebenfalls tragen, es sei denn, Ihnen oder Ihren Mitarbeitern ist ein grobes Mitverschulden vorzuwerfen. Das Leasing hat auch noch den Vorteil, dass Sie ständig neue Modellvarianten nutzen können, ohne die alten Modelle selbst ausrangieren zu müssen und für die Entsorgung aufzukommen. Sie können also immer Geräte in Ihrem Büro stehen haben, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen.

  • Büroartikel und Produktionsmaschinen: Natürlich gilt dies nicht nur für die Geräte im Büro. Mittlerweile leasen viele Firmen auch große Produktionsmaschinen. Auch diese können dadurch auf die modernsten Geräte zurückgreifen.
  • Geräte der Medizintechnik: Auch in der Medizintechnik erfolgt das Leasing, zum Beispiel bei den Computertomographen und Kernspintomographen (Magnetresonanztomografie). Kaum eine Arztpraxis oder ein Krankenhaus kann es sich leisten, diese Geräte immer wieder selbst zu kaufen und nach wenigen Jahren, nach denen sie schon wieder überaltert sind, auszutauschen. Auch hier werden die Geräte geleast.
  • PKW und LKW: Bekannt ist das Leasing natürlich auch bei PKWs und LKWs. Ganze Firmen leasen ihren Fuhrpark und stellen die Fahrzeuge ihren Mitarbeitern zur Verfügung, um zu Geschäftsterminen fahren zu können. Auch im Privatbereich ermöglicht Ihnen Pkw-Leasing, dass Sie immer wieder einen neuen Pkw fahren können, ohne den alten verschrotten zu müssen. Hier müssen Sie aber eine gewisse Kilometerbegrenzung pro Jahr einhalten beziehungsweise den Leasingvertrag abändern, wenn abzusehen ist, dass Sie sich an diese Begrenzung nicht halten können.

Steuerliche Vorteile durch Leasing

Leasing ist eine Finanzierungsalternative, welche dem Leasingnehmer unterschiedlichste Vorteile verschafft. Neben den bekannten finanziellen Vorteilen ist Leasing auch aus steuerlichen Gesichtspunkten durchaus interessant.

Um die steuerlichen Vorteile beim Leasing zu verstehen, ist es wichtig, die beiden Arten eines Leasinggeschäftes zu unterscheiden: das Finanzierungsleasing und das operative Leasing. Der Unterschied zwischen diesen beiden Leasingformen liegt in der Bilanzierung des Leasinggegenstandes. Bei einem Finanzierungsleasing wird das Leasingobjekt von dem Leasingnehmer bilanziert, weil der Gesetzgeber davon ausgeht, dass dieser den Leasinggegenstand nach Ablauf des Vertrages von dem Leasinggeber erwerben wird. Bei einem operativen Leasing bleibt der Leasinggegenstand in der Bilanz des Leasinggebers stehen. Somit unterscheidet sich diese Art des Leasings kaum von einem konventionellen Mietvertrag.

Steuerliche Vorteile beim operativen Leasing

Bei einem operativen Leasing wird der Leasinggegenstand vom Leasinggeber bilanziert. Somit kann der Leasingnehmer keine Vorteile aus Abschreibungen geltend machen. Die monatlichen Leasingraten werden jedoch als abzugsfähige Ausgaben behandelt, sodass auch beim operativen Leasing Steuervorteile vorhanden sind. Der Leasinggeber zieht die monatlichen Leasingraten als Ausgaben von seinem zu versteuernden Einkommen ab und senkt damit seine Steuerbelastung am Jahresende.

Steuerliche Vorteile beim Finanzierungsleasing

Beim Finanzierungsleasing bilanziert der Leasingnehmer den Leasinggegenstand. Dies hat den großen Vorteil, dass der Leasingnehmer auf diesen Gegenstand Abschreibungen ansetzen darf, welche er dann am Jahresende von seinem zu versteuernde Einkünften abzieht. Somit senkt er sein zu versteuerndes Einkommen und damit seine steuerliche Belastung.

Darüber hinaus kann der Leasingnehmer zusätzlich die monatlichen Leasingraten, genauso wie bei einem operativen Leasing, steuerlich geltend machen.Ein Finanzierungsleasing bietet steuerlich mehr Vorteile als ein operatives Leasing. Der Leasingnehmer kann neben den monatlichen Leasingraten zusätzlich Abschreibungen auf den Leasinggegenstand ansetzen und hierdurch eine zusätzliche Steuerersparnis generieren.

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